Im Britzer Garten, direkt am Teich, war das Schilf an diesem Tag besonders dicht. Und irgendwo darin versteckte sich ein kleiner Sänger, der unermüdlich sang. Mal links, mal rechts, immer wieder verschwand er zwischen den Halmen, tauchte kurz auf, flog weiter, setzte sich neu – ein einziges Hin und Her.
Du standest dort, folgtest jedem Ton, jedem kleinen Hinweis. Die Leute schauten schon irritiert, weil du scheinbar ins Schilf starrtest, aber das war dir egal. Du wusstest, dass er da war – und dass Geduld sich auszahlt.
Und dann, endlich, gab er dir den Moment: Er blieb für ein paar Sekunden still, perfekt sichtbar, das Licht passte, die Kamera war bereit. Ein kurzer Atemzug, ein Auslöser – und der kleine Sänger im Schilf war im Kasten.
Dieses Bild zeigt nicht nur den Vogel, sondern auch die Freude und Hartnäckigkeit, die nötig sind, um solche flüchtigen Augenblicke zu erwischen.
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